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Die Idee: Ernst machen mit dem nachhaltigen Bauen!

In diesem Forum stellen wir eine Idee (zur Diskussion) vor, die vor mehr als 30 Jahren zunächst nur der Bauwirtschaft einen Weg weisen wollte, wie sie sich auf die damals in Erwartung stehenden Mietermärkte richtig einstellen können sollte. Neubauen ist immer auch mit der Vermehrung von Flächen verbunden. Sollte es dahin kommen, dass der Flächenbedarf gedeckt sein würde, so würden bei weiter anhaltenden Neubau Leerstände entstehen, die auf der Nachfrageseite zu stark ansteigenden Qualitätswünschen führen würde, auf die dann die „Neubauwirtschaft“ qualitätsverbesserten Neubau reagieren würde/müssste, was dann nicht nur ein flächenmehrendes, sondern ein in der heutigen Zeit ebenso unerwünschtes stoffverbrauchendes Bauen führen musste.
Die Folgen des ausgebliebenen Strukturwandels zu einem mehr betandserhaltenden Bauen („Bauen im Bestand“, „Bestandsbau“) sind ökonomisch wie auch ökologisch verheerend. Bei näherem Hinsehen bewirkt ein Bauen unter der Prämisse struktureller Leerstände die Verringerung und nicht die Vermehrung des Gemeinwohls.

Die Idee von einem Bauen, dass den Bestand qualitativ verbessert,wie es die Mietermärkte fordern, ohne dabei die Flächen über den Ersatzbedarf hinaus zu vermehren und das die Rohstoffe gebraucht statt verbraucht, diese Idee hat eine Geburts- und Wirkungsstätte in Dortmund. Dass dieses ganz auf eine nachhaltige Bestandsnutzung eingestelltes Bauen eine bessere Alternative zum Neubau ist, das wollen wir in diesem virtuellen Forum zeigen.

Der Weg: es begann auf einer ehemaligen Brachfläche.

Areal im Jahre 1984
Areal im Jahre 1984

Das Thema machen – nicht nur reden. Das Thema hatte eine zweijährige akademische Vorlaufzeit hinter sich, als versucht wurde, erste Lösungsansätze in der Praxis zu erproben. Nur zu deutlich zeigte der Praxiversuch, wie schwierig die Aufgabe war. Allerdings brachte der Praxisversuch vieles hervor, was zu erdenken (wäre man im akademeischen Weg verblieben) kaum vorstellbar war. Selbst der Ausblick in eine überaus ermutigende veränderte Art des Bauens schien der angestoßene Entwicklungsprozess aus sich und wie von selbst hervor zu bringen. Es gab keinen Plan von dem späteren Büropark als dessen Entwicklung auf einer kleiner gemieteten städtisschen Brachfläche begann. Und doch wirkt der Büropark, wie er dann entstand, als wäre er zuvor als Ganzes geplant worden.

Areal im Jahre 2012
Areal im Jahre 2012

Über 8 Grundstückskäufe und 7 Baugenehmigungen entwickelte sich das Projekte von einst 300qm in ein heute über 30.000qm großes Areal. In der langen Entwicklungszeit waren zeitraubende Rückschläge zu überwinden, die letztlich aber nicht dazu führten, dass die Idee wirklich Schaden nahm. Im Gegenteil.

Das Ziel: Geld verdienen im Bestandsbau – und mehr als nur einem guten Umweltgefühl.

Aus Kostengründen wird häufig der Neubau einer Sanierung vorgezogen. Das sollte nicht verwundern bei einer Bauwirtschaft, die ganz auf die Arbeitsfelder des Neubaus eingestellt ist. Wendet man das neubaugeeichte System handwerklich-planerischer Leistungserbringung auf die Arbeitsfelder im Bestandsbau an, so tun sich Schnittfelder auf zwischen den Gewerken und ehebliche Kosten der Planungsferne. Zugleich sind diese Schnittfelder und die Planungsferne aber auch die Rationalisierungs- und Wertschöpfungspotenziale, die es mit dem richtigen Betriebssystem – darum geht es in diesem Forum – auszuschöpfen gilt, um zu beträchtlichen Wettbewerbvorteilen im Sanierungsmarkt und zur Konkurrenzfähigkeit im Neubaumarkt zu kommen.